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[2018-05-09 07:57:20] #Id: 15260 | View: 296

Der Fall Moriarty

Anthony Horowitz hat einen neuen Fall erdacht und Uve Teschner hat ihn für uns gelesen. Der größte Gegenspieler von Sherlock Holmes tritt wieder auf und wir können alle gespannt sein auf den "Fall Moriarty".


Ich warne gleich vorweg, dass in diesem Artikel Spoiler lauern. Sollte der geneigte Leser sich also nicht die Überraschung verderben wollen, so rate ich dazu, nicht weiterzulesen. Wir haben es hier mit einer Geschichte á la "The Sixth Sense" tun. Die Auflösung lässt alles Geschehene in einem vollkommen neuen Licht erscheinen.

Ich muss zugeben, dass ich zwar von Anfang an dem Erzähler nicht wirklich vertraut habe, aber dass es sich bei ihm tatsächlich um Moriarty handelt, hätte ich mir in meinen kühnsten Träumen nicht ausmalen können. Der geniale Verbrecher schleust sich selbst in die Ermittlungen um seinen eigenen Tod ein, um so seine Widersacher auszulöschen. Mit Hilfe des bekennenden Sherlock Holmes-Fans Inspektor Jones macht er sich daran, die Bande dingfest zu machen, die in seiner Abwesenheit kurzerhand die Londoner Unterwelt übernommen hat.

Der Fall ist spannend, die Geschichte ist gut erzählt und über die Qualität der GoyaLiT-Produktionen muss auch kein Wort mehr fallen, die ist quasi garantiert. Allerdings habe ich zwei Kritikpunkte anzubringen, die wirklich rein persönlicher Natur sind.

Zum einen war ich etwas enttäuscht, dass Sherlock Holmes in dieser Geschichte nicht auftaucht. Ja, er hat quasi Inspektor Jones als Double, das in seinen Fußstapfen wandelt, und für kurze Zeit dachte ich sogar, dass es sich hierbei nicht um den echten Inspektor, sondern nur um eine geniale Verkleidung des Detektivs handelt. Aber schnell wurde klar, dass dies eine falsche Hoffnung war.
Im Gegenteil, sein Gegenspieler dominierte nicht nur die Geschichte, sondern auch das Ende, womit ich bei meinem zweiten Kritikpunkt bin. Ich mag hier naiv und etwas altmodisch sein, aber ich mag es nicht, wenn das Böse gewinnt. Die Parallelen zu Holmes sind unübersehbar, alles ist akribisch geplant, jede Finte geht auf und am Ende kann Moriarty nicht nur erfolgreich aus der ganzen Sache heraustreten, sondern reibt dem Zuhörer das Ganze dann auch noch eine halbe Stunde lang unter die Nase. Diese Prahlerei, die man auch bei Holmes übertrieben und überheblich findet, verliert bei Moriarty den letzten Rest Liebenswürdigkeit und ich war am Ende der Geschichte vor allem eines: frustriert!

Dies tut wie gesagt der Qualität des Hörbuchs keinen Abbruch. Die Geschichte ist gut erzählt, der Spannungsbogen ist wunderbar geführt und auch den Stil des Originals kann Horowitz wieder gekonnt in sein Werk überführen. Wer also solche "überraschenden" Wendungen mag, ist hier genau an der richtigen Adresse. Ich für meinen Teil hoffe allerdings, dass der Autor beim nächsten Mal zum einen Sherlock Holmes wieder in den Mittelpunkt rückt, und zum anderen, dass Moriarty irgendwann doch noch mit seinen perfiden Plänen auf die Nase fällt.


Wertung:
+: spannend und gut erzählt/gelesen
-: deprimierendes Ende
gesamt: 4 von 5

Info:
Titel: Der Fall Moriarty (Original: Moriarty)
Autor: Anthony Horowitz
Übersetzer: Lutz-W. Wolff
Sprecher: Uve Teschner
Produktion: studio wort, Berlin
Verlag: GoyaLiT/JUMBO Neue Medien & Verlag GmbH
Web: www.jumboverlag.de

[upd. 2018-05-09 07:57:04::31(STr)]

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Der Fall Moriarty

Anthony Horowitz hat einen neuen Fall erdacht und Uve Teschner hat ihn für uns gelesen. Der größte Gegenspieler von Sherlock Holmes tritt wieder auf und wir können alle gespannt sein auf den "Fall Moriarty".


Ich warne gleich vorweg, dass in diesem Artikel Spoiler lauern. Sollte der geneigte Leser sich also nicht die Überraschung verderben wollen, so rate ich dazu, nicht weiterzulesen. Wir haben es hier mit einer Geschichte á la "The Sixth Sense" tun. Die Auflösung lässt alles Geschehene in einem vollkommen neuen Licht erscheinen.

Ich muss zugeben, dass ich zwar von Anfang an dem Erzähler nicht wirklich vertraut habe, aber dass es sich bei ihm tatsächlich um Moriarty handelt, hätte ich mir in meinen kühnsten Träumen nicht ausmalen können. Der geniale Verbrecher schleust sich selbst in die Ermittlungen um seinen eigenen Tod ein, um so seine Widersacher auszulöschen. Mit Hilfe des bekennenden Sherlock Holmes-Fans Inspektor Jones macht er sich daran, die Bande dingfest zu machen, die in seiner Abwesenheit kurzerhand die Londoner Unterwelt übernommen hat.

Der Fall ist spannend, die Geschichte ist gut erzählt und über die Qualität der GoyaLiT-Produktionen muss auch kein Wort mehr fallen, die ist quasi garantiert. Allerdings habe ich zwei Kritikpunkte anzubringen, die wirklich rein persönlicher Natur sind.

Zum einen war ich etwas enttäuscht, dass Sherlock Holmes in dieser Geschichte nicht auftaucht. Ja, er hat quasi Inspektor Jones als Double, das in seinen Fußstapfen wandelt, und für kurze Zeit dachte ich sogar, dass es sich hierbei nicht um den echten Inspektor, sondern nur um eine geniale Verkleidung des Detektivs handelt. Aber schnell wurde klar, dass dies eine falsche Hoffnung war.
Im Gegenteil, sein Gegenspieler dominierte nicht nur die Geschichte, sondern auch das Ende, womit ich bei meinem zweiten Kritikpunkt bin. Ich mag hier naiv und etwas altmodisch sein, aber ich mag es nicht, wenn das Böse gewinnt. Die Parallelen zu Holmes sind unübersehbar, alles ist akribisch geplant, jede Finte geht auf und am Ende kann Moriarty nicht nur erfolgreich aus der ganzen Sache heraustreten, sondern reibt dem Zuhörer das Ganze dann auch noch eine halbe Stunde lang unter die Nase. Diese Prahlerei, die man auch bei Holmes übertrieben und überheblich findet, verliert bei Moriarty den letzten Rest Liebenswürdigkeit und ich war am Ende der Geschichte vor allem eines: frustriert!

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-: deprimierendes Ende
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Titel: Der Fall Moriarty (Original: Moriarty)
Autor: Anthony Horowitz
Übersetzer: Lutz-W. Wolff
Sprecher: Uve Teschner
Produktion: studio wort, Berlin
Verlag: GoyaLiT/JUMBO Neue Medien & Verlag GmbH
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