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[2018-04-02 12:20:00] #Id: 15172 | View: 729

Kingdom Come: Deliverance​

Alles begann im Crowdfunding. Anfang 2014 veröffentlichte der Mafia-Schöpfer Daniel Vavra seine Idee für ein neues Rollenspiel auf der Plattform Kickstarter. Benötigt wurden 300.000 Pfund, die Unterstützer zahlten sogar 1,1 Millionen ein. Wie bei Crowdfunding so üblich, gab es enorme Verschiebungen. Statt dem versprochenen Release im Q4 2015 wurde der Titel jetzt Mitte Februar 2018 veröffentlicht. 

Kingdom Come: Deliverance ist ein Rollenspiel fernab aller Phantasie. Der Titel kommt ganz ohne Drachen, Orks und Magie aus. Vielmehr soll es eine möglichst realitätsnahe Umsetzung des Mittelalters sein. 

Handlung 

So schlüpft der Spieler in die Rolle von Heinrich, dem Sohn des Schmiedes, im kleinen Dorf Skalice. In der ländlichen Idylle arbeitet Heinrich am Schwert für einen Adeligen als die Flaggen eines fremden Heeres am Horizont auftauchen. Das Idyll endet jäh, in dem ausgebrochenen Kampf kommen große Teile von Heinrichs Familie zu Tode. Nach weiteren Rückschlägen sinnt Heinrich nur noch auf Rache. 

Wir starten dazu im Wachdienst eines Adeligen und arbeiten uns nach und nach weiter nach oben. Während wir Aufgaben im Namen der Wache erledigen, kämpfen wir uns auch in unserer persönlichen Geschichte weiter nach vorne, um unsere Eltern zu rächen. 
  
Zugegeben, in Sachen Story hätte der Beginn kaum klischeereicher sein können, die Geschichte entwickelt sich aber nach der kurzen Startsequenz überraschend angenehm und abwechslungsreich. Es stehen nicht alle Zeichen permanent auf Rache, oft beschäftigen wir uns auch nur mit herkömmlichen Problemen des Alltags. Damit verliert der Titel schnell sein schwerfälliges Image und der Spielspaß steht im Vordergrund. 

Gameplay

Langeweile kommt im kleinen Böhmen nicht auf. Neben der Hauptquest gibt es auch jede Menge Nebenschauplätze, der Spieler hat stets die Wahl zwischen mehreren Aufgaben. Einige der Herausforderungen haben sogar überraschend viel aktuellen Bezug, so müssen wir uns auch um Flüchtlinge kümmern. Bei den meisten Quests gibt es unterschiedliche Lösungswege, sodass der Spieler den Handlungsstrang weitgehend selbst gestalten kann. 

Das Kampfsystem ist äußerst komplex, die Entwickler wollten auch hier möglichst nahe an der Realität bleiben. Gerade die Schwertkämpfe, inkl. Beinarbeit und blocken, sind anfangs sehr herausfordernd. Wer sich nicht abschrecken lässt und sich die Zeit zum Einarbeiten nimmt, wird letztlich belohnt. Der Titel glänzt mit einer ausgewogenen, herausfordernden Mechanik, die leider - vor allem anfangs - sehr schwer zugänglich ist.

Technische Umsetzung

In Sachen Technik setzen die Entwickler auf die Cryengine, die hier unter voller Leistung eine gute Figur abgibt. Technisch ginge zwar mit modernen Mitteln mehr, dennoch kann sich die Gestaltung sehen lassen. Passend zum Handlungsort ist die Welt nicht besonders opulent, dennoch steckt viel Liebe im Detail und die kleinen Orte und Burgen sind schön gestaltet. Die Welt ist lebendig, die Bürger bzw. NPCs gehen sinnvollen und nachvollziehbaren Tätigkeiten nach. 

Leider ist all das auch ziemlich hardwarehungrig. Auf einer PS4 oder Xbox One der ersten Generation ist die Framerate am Rande des noch erträglichen Bereichs, wirklich Spaß kommt erst auf der PS4 Pro, Xbox One X oder dem PC auf. Auch mit starker Hardware ist es nicht möglich, das Spiel in voller Leistung zu fahren. Auf meiner GTX 1080 TI ließen sich mit hohen Grafikdetails noch stabile Frameraten erreichen, mit "Ultra" gab es auch in Full HD Auflösung noch Leistungseinbrüche.

Ähnlich holprig ist leider auch die Umsetzung im Bereich des Sounds. Die Musik ist zwar stimmig, die Lokalisierung des Spiels aber unerträglich. Lippensynchronität? Fehlanzeige! Leider beeinträchtigen all diese Fehler bei der technischen Umsetzung letztlich auch die Immersion. 

Rollenspiel einmal anders

Kingdome Come: Deliverance ist ein abwechslungsreiches, äußerst realistisches Rollenspiel von einem kleinen, neuen Studio. Der Titel punktet durch seine schöne Gestaltung, umfangreiche Quests und seine Komplexität. Leider kann diese aber auch abschreckend sein. Der Spieler wird dazu gezwungen, sich mit dem Titel und seiner Mechanik ausführlich auseinanderzusetzen. Technisch gibt es viele Probleme, gerade auf älterer Hardware ist der Titel eigentlich unspielbar. Wer auf moderne Hardware zurückgreifen kann und gerne etwas Lernaufwand in Titel investiert, wird letztlich aber belohnt. 
  
Wertung: 3 von 5 Sternen  
+ Kampfsystem, Gestaltung, Quests
- Einarbeitungszeit, technische Probleme bei Grafik und Lokalisierung


[upd. 2018-04-02 21:48:48::121(SSh)]

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Kingdom Come: Deliverance​

Alles begann im Crowdfunding. Anfang 2014 veröffentlichte der Mafia-Schöpfer Daniel Vavra seine Idee für ein neues Rollenspiel auf der Plattform Kickstarter. Benötigt wurden 300.000 Pfund, die Unterstützer zahlten sogar 1,1 Millionen ein. Wie bei Crowdfunding so üblich, gab es enorme Verschiebungen. Statt dem versprochenen Release im Q4 2015 wurde der Titel jetzt Mitte Februar 2018 veröffentlicht. 

Kingdom Come: Deliverance ist ein Rollenspiel fernab aller Phantasie. Der Titel kommt ganz ohne Drachen, Orks und Magie aus. Vielmehr soll es eine möglichst realitätsnahe Umsetzung des Mittelalters sein. 

Handlung 

So schlüpft der Spieler in die Rolle von Heinrich, dem Sohn des Schmiedes, im kleinen Dorf Skalice. In der ländlichen Idylle arbeitet Heinrich am Schwert für einen Adeligen als die Flaggen eines fremden Heeres am Horizont auftauchen. Das Idyll endet jäh, in dem ausgebrochenen Kampf kommen große Teile von Heinrichs Familie zu Tode. Nach weiteren Rückschlägen sinnt Heinrich nur noch auf Rache. 

Wir starten dazu im Wachdienst eines Adeligen und arbeiten uns nach und nach weiter nach oben. Während wir Aufgaben im Namen der Wache erledigen, kämpfen wir uns auch in unserer persönlichen Geschichte weiter nach vorne, um unsere Eltern zu rächen. 
  
Zugegeben, in Sachen Story hätte der Beginn kaum klischeereicher sein können, die Geschichte entwickelt sich aber nach der kurzen Startsequenz überraschend angenehm und abwechslungsreich. Es stehen nicht alle Zeichen permanent auf Rache, oft beschäftigen wir uns auch nur mit herkömmlichen Problemen des Alltags. Damit verliert der Titel schnell sein schwerfälliges Image und der Spielspaß steht im Vordergrund. 

Gameplay

Langeweile kommt im kleinen Böhmen nicht auf. Neben der Hauptquest gibt es auch jede Menge Nebenschauplätze, der Spieler hat stets die Wahl zwischen mehreren Aufgaben. Einige der Herausforderungen haben sogar überraschend viel aktuellen Bezug, so müssen wir uns auch um Flüchtlinge kümmern. Bei den meisten Quests gibt es unterschiedliche Lösungswege, sodass der Spieler den Handlungsstrang weitgehend selbst gestalten kann. 

Das Kampfsystem ist äußerst komplex, die Entwickler wollten auch hier möglichst nahe an der Realität bleiben. Gerade die Schwertkämpfe, inkl. Beinarbeit und blocken, sind anfangs sehr herausfordernd. Wer sich nicht abschrecken lässt und sich die Zeit zum Einarbeiten nimmt, wird letztlich belohnt. Der Titel glänzt mit einer ausgewogenen, herausfordernden Mechanik, die leider - vor allem anfangs - sehr schwer zugänglich ist.

Technische Umsetzung

In Sachen Technik setzen die Entwickler auf die Cryengine, die hier unter voller Leistung eine gute Figur abgibt. Technisch ginge zwar mit modernen Mitteln mehr, dennoch kann sich die Gestaltung sehen lassen. Passend zum Handlungsort ist die Welt nicht besonders opulent, dennoch steckt viel Liebe im Detail und die kleinen Orte und Burgen sind schön gestaltet. Die Welt ist lebendig, die Bürger bzw. NPCs gehen sinnvollen und nachvollziehbaren Tätigkeiten nach. 

Leider ist all das auch ziemlich hardwarehungrig. Auf einer PS4 oder Xbox One der ersten Generation ist die Framerate am Rande des noch erträglichen Bereichs, wirklich Spaß kommt erst auf der PS4 Pro, Xbox One X oder dem PC auf. Auch mit starker Hardware ist es nicht möglich, das Spiel in voller Leistung zu fahren. Auf meiner GTX 1080 TI ließen sich mit hohen Grafikdetails noch stabile Frameraten erreichen, mit "Ultra" gab es auch in Full HD Auflösung noch Leistungseinbrüche.

Ähnlich holprig ist leider auch die Umsetzung im Bereich des Sounds. Die Musik ist zwar stimmig, die Lokalisierung des Spiels aber unerträglich. Lippensynchronität? Fehlanzeige! Leider beeinträchtigen all diese Fehler bei der technischen Umsetzung letztlich auch die Immersion. 

Rollenspiel einmal anders

Kingdome Come: Deliverance ist ein abwechslungsreiches, äußerst realistisches Rollenspiel von einem kleinen, neuen Studio. Der Titel punktet durch seine schöne Gestaltung, umfangreiche Quests und seine Komplexität. Leider kann diese aber auch abschreckend sein. Der Spieler wird dazu gezwungen, sich mit dem Titel und seiner Mechanik ausführlich auseinanderzusetzen. Technisch gibt es viele Probleme, gerade auf älterer Hardware ist der Titel eigentlich unspielbar. Wer auf moderne Hardware zurückgreifen kann und gerne etwas Lernaufwand in Titel investiert, wird letztlich aber belohnt. 
  
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