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[2018-06-03 18:21:50] #Id: 15299 | View: 882

State of Decay 2

Das Ende ist bereits vorüber. Die Welt wurde von einer Zombieapokalypse heimgesucht, nur wenige haben überlebt. Während die wandelnden Untoten die Welt überrennen, kämpfen die Menschen um ihren Fortbestand. Dabei gilt es nicht nur gegen Mangel und die Zombies zu kämpfen, auch andere Menschen können schnell zur Gefahr werden,… 

Zombies kommen gefühlt nie außer Mode. Es gibt kaum eine schleichendere Visualisierung des Tods und der Apokalypse als die wandelnden Untoten. Eine permanente, eher passive Bedrohung, die Überlebende - und in diesem Fall den Spieler - in dauernde Wachsamkeit zwingt. Neben der ständigen Bedrohung gibt es auch eine gewisse soziologische Komponente nach der Apokalypse. Am Ende ist sich zwar jeder selbst der Nächste, alleine überleben ist in einer feindlichen Welt letztlich aber auch nicht möglich. So ergeben sich interessante Spannungsfelder. 

Beide Aspekte formt State of Decay 2 zu einem neuen Survival-Shooter. Der Titel wurde von den Undead Labs entwickelt und von Microsoft exklusiv als Play Anywhere Titel für die Xbox One und den PC veröffentlicht. 

Zu Beginn des Spiels wählen wir einen Handlungsstrang aus einer Gruppe Überlebender aus. Dabei gibt sich das Spiel modern und offen: Damen, Herren, Schwarze, Homosexuelle - alles so, wie ich mir das im 21. Jahrhundert vorstelle. Nach ersten Startschwierigkeiten treffen wir schnell auf die ersten Verbündeten und wählen einen Ort zur Errichtung unserer ersten Siedlung aus. Nach dem ersten geführten Level, das zeitgleich als Tutorial herhält, bekommen wir eine offene Spielwelt präsentiert. 

Die tägliche Herausforderung

In unserer kleinen Gemeinschaft sehen wir uns mit vielen Problemen konfrontiert. Es gilt, die grundlegenden Bedürfnisse der Bewohner zu befriedigen. Essen und Wasser müssen auf Beutezügen gesammelt werden, hinzu kommt die Beschaffung von Medizin und Baumaterialien. Mit letzterem können wir unsere Basis aufrüsten und unsere Autos modifizieren. Natürlich benötigen wir für diese auch immer wieder Benzin. 

Neben dem recht simplen Basismanagement gilt es auch, die eigenen Gebiete zu erweitern. So können wir Außenposten gründen, die uns diverse Vorteile verleihen. Von Zeit zu Zeit gibt es Sonderereignisse. Wir helfen anderen Überlebenden und können im besten Fall auch mit ihnen handeln. Manche davon sind uns leider, ähnlich wie die unzähligen Untoten, feindlich gestimmt. 

Ein bisschen hiervon, ein bisschen davon 

Neben dem dem Survival und Basisbau Prinzip gibt es dann auch noch ein bisschen Rollenspiel. Nach und nach treiben wir unsere eigene Geschichte voran und entwickeln unsere Charaktere. Dabei ist es möglich, jederzeit jeden Bewohner der Basis zu spielen. Wer immer nur bei einem Charakter bleiben möchte, kann dies letztlich nicht. Ist einer unserer Spieler verletzt oder müde, muss auf eine andere Figur gewechselt werden. So weit so gut, dabei bleibt aber das gezielte Vorantreiben der Story auf der Strecke. 

So oder so hat es der Titel bei dem Setting generell sehr schwer, wirklich eine Story zu entwickeln. Vielmehr gibt es nur Rahmenbedingungen - die Zombieapokalypse. Das war's dann aber auch schon. Das Überleben ist Story genug, persönliche Geschichten bleiben da auf der Strecke.

Technik vom Feinsten  

In Sachen Grafik, Sound und Gestaltung nutzt Microsoft wieder die Chance aufzeigen zu können. Aktuell bietet der Konzern die einzige Konsole mit nativem 4K und HDR Support an - natürlich muss dieser auch ausgenutzt werden. State of Decay 2 kann zwar nicht ganz an andere Exklusivtitel anschließen, ist optisch aber dennoch sehr gut gestaltet. In Sachen Sound hätte ich mir mehr gewünscht - Autos schreien ja geradezu nach Autoradios -, die Effekte sind aber gut gelungen. 

Die Szenerie selbst wurde mit viel Liebe zum Detail umgesetzt. Die Schauplätze sind schön und sehr detailreich gestaltet. Von Zeit zu Zeit wiederholen sich Häuser gefühlt eins zu eins, was angesichts der darin dargestellten Verwüstung unrealistisch ist, darüber kann ich letztlich aber hinwegsehen. 


  
Bei der Steuerung gibt es ebenfalls wenig Kritik. Das Spiel bietet viele Möglichkeiten mit seiner Umwelt zu interagieren und zu kämpfen. Bei Kämpfen haben wir immer die Wahl zwischen Nah- und Fernkampf, beide Kampfsysteme können gut nebeneinander bestehen. 

Zombies? War da was? 

Trotz der lobenden Worte für die Technik kommt sehr wenig Stimmung auf. Schuld daran ist vor allem der Schwierigkeitsgrad. Was ist für ein Zombiespiel wichtig? Richtig - die namensgebenden Untoten. Und diese wurden offenbar vergessen. 

Es gibt nur sehr wenige unterschiedliche Arten der Untoten, zudem sind diese selbst in größeren Gruppen selten eine Bedrohung. Die Kämpfe sind uninteressant und beliebig. Manche Gegner können die Seuche übertragen. Sofern dies passiert, ist es aber auch noch lange nicht das Ende. Im Gegenteil, eine lange und eher nervenzehrende als bedrohliche Suche nach Heilmittel geht los. 

Lustig im Koop, zahnlos im Singleplayer

Letztlich scheitert State of Decay 2 leider am mangelnden Schwierigkeitsgrad und an der fehlenden Story bzw. Motivation. Im Singleplayer Modus kämpfen wir uns durch die Tage - aber wofür? Zwar hält das Spiel nach gut 15-20 Stunden auch ein interessantes End-Game bereit, ich bezweifle aber, dass sich allzu viele Spieler bis dahin überhaupt durchkämpfen. 

Nun bietet State of Decay 2 zum Glück aber auch einen Koop Modus an. Dabei können Spieler beider Plattformen untereinander spielen. So wird der Titel letztlich deutlich interessanter und wirkt etwas, wie H1Z1 oder DayZ sein sollten. 

Wir sprechen sonst nicht über Preise, in diesem Fall muss ich aber darauf hinweisen. State of Decay 2 wird nicht als Vollpreistitel angeboten, die UVP liegt bei 29,99 Euro. Das ist ein wirklich guter Preis für ein schönes Spiel, das letztlich nur Abzüge im Hinblick auf die gebotene Herausforderung und die mangelnde Motivation verdient hat. 

Wertung: 3,5 von 5 Sternen
+ Schöne Gestaltung, Umfangreiche Optionen, Koop Modus
- Wenig Herausforderung

[upd. 2018-06-03 12:11:26::121(SSh)]

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State of Decay 2

Das Ende ist bereits vorüber. Die Welt wurde von einer Zombieapokalypse heimgesucht, nur wenige haben überlebt. Während die wandelnden Untoten die Welt überrennen, kämpfen die Menschen um ihren Fortbestand. Dabei gilt es nicht nur gegen Mangel und die Zombies zu kämpfen, auch andere Menschen können schnell zur Gefahr werden,… 

Zombies kommen gefühlt nie außer Mode. Es gibt kaum eine schleichendere Visualisierung des Tods und der Apokalypse als die wandelnden Untoten. Eine permanente, eher passive Bedrohung, die Überlebende - und in diesem Fall den Spieler - in dauernde Wachsamkeit zwingt. Neben der ständigen Bedrohung gibt es auch eine gewisse soziologische Komponente nach der Apokalypse. Am Ende ist sich zwar jeder selbst der Nächste, alleine überleben ist in einer feindlichen Welt letztlich aber auch nicht möglich. So ergeben sich interessante Spannungsfelder. 

Beide Aspekte formt State of Decay 2 zu einem neuen Survival-Shooter. Der Titel wurde von den Undead Labs entwickelt und von Microsoft exklusiv als Play Anywhere Titel für die Xbox One und den PC veröffentlicht. 

Zu Beginn des Spiels wählen wir einen Handlungsstrang aus einer Gruppe Überlebender aus. Dabei gibt sich das Spiel modern und offen: Damen, Herren, Schwarze, Homosexuelle - alles so, wie ich mir das im 21. Jahrhundert vorstelle. Nach ersten Startschwierigkeiten treffen wir schnell auf die ersten Verbündeten und wählen einen Ort zur Errichtung unserer ersten Siedlung aus. Nach dem ersten geführten Level, das zeitgleich als Tutorial herhält, bekommen wir eine offene Spielwelt präsentiert. 

Die tägliche Herausforderung

In unserer kleinen Gemeinschaft sehen wir uns mit vielen Problemen konfrontiert. Es gilt, die grundlegenden Bedürfnisse der Bewohner zu befriedigen. Essen und Wasser müssen auf Beutezügen gesammelt werden, hinzu kommt die Beschaffung von Medizin und Baumaterialien. Mit letzterem können wir unsere Basis aufrüsten und unsere Autos modifizieren. Natürlich benötigen wir für diese auch immer wieder Benzin. 

Neben dem recht simplen Basismanagement gilt es auch, die eigenen Gebiete zu erweitern. So können wir Außenposten gründen, die uns diverse Vorteile verleihen. Von Zeit zu Zeit gibt es Sonderereignisse. Wir helfen anderen Überlebenden und können im besten Fall auch mit ihnen handeln. Manche davon sind uns leider, ähnlich wie die unzähligen Untoten, feindlich gestimmt. 

Ein bisschen hiervon, ein bisschen davon 

Neben dem dem Survival und Basisbau Prinzip gibt es dann auch noch ein bisschen Rollenspiel. Nach und nach treiben wir unsere eigene Geschichte voran und entwickeln unsere Charaktere. Dabei ist es möglich, jederzeit jeden Bewohner der Basis zu spielen. Wer immer nur bei einem Charakter bleiben möchte, kann dies letztlich nicht. Ist einer unserer Spieler verletzt oder müde, muss auf eine andere Figur gewechselt werden. So weit so gut, dabei bleibt aber das gezielte Vorantreiben der Story auf der Strecke. 

So oder so hat es der Titel bei dem Setting generell sehr schwer, wirklich eine Story zu entwickeln. Vielmehr gibt es nur Rahmenbedingungen - die Zombieapokalypse. Das war's dann aber auch schon. Das Überleben ist Story genug, persönliche Geschichten bleiben da auf der Strecke.

Technik vom Feinsten  

In Sachen Grafik, Sound und Gestaltung nutzt Microsoft wieder die Chance aufzeigen zu können. Aktuell bietet der Konzern die einzige Konsole mit nativem 4K und HDR Support an - natürlich muss dieser auch ausgenutzt werden. State of Decay 2 kann zwar nicht ganz an andere Exklusivtitel anschließen, ist optisch aber dennoch sehr gut gestaltet. In Sachen Sound hätte ich mir mehr gewünscht - Autos schreien ja geradezu nach Autoradios -, die Effekte sind aber gut gelungen. 

Die Szenerie selbst wurde mit viel Liebe zum Detail umgesetzt. Die Schauplätze sind schön und sehr detailreich gestaltet. Von Zeit zu Zeit wiederholen sich Häuser gefühlt eins zu eins, was angesichts der darin dargestellten Verwüstung unrealistisch ist, darüber kann ich letztlich aber hinwegsehen. 


  
Bei der Steuerung gibt es ebenfalls wenig Kritik. Das Spiel bietet viele Möglichkeiten mit seiner Umwelt zu interagieren und zu kämpfen. Bei Kämpfen haben wir immer die Wahl zwischen Nah- und Fernkampf, beide Kampfsysteme können gut nebeneinander bestehen. 

Zombies? War da was? 

Trotz der lobenden Worte für die Technik kommt sehr wenig Stimmung auf. Schuld daran ist vor allem der Schwierigkeitsgrad. Was ist für ein Zombiespiel wichtig? Richtig - die namensgebenden Untoten. Und diese wurden offenbar vergessen. 

Es gibt nur sehr wenige unterschiedliche Arten der Untoten, zudem sind diese selbst in größeren Gruppen selten eine Bedrohung. Die Kämpfe sind uninteressant und beliebig. Manche Gegner können die Seuche übertragen. Sofern dies passiert, ist es aber auch noch lange nicht das Ende. Im Gegenteil, eine lange und eher nervenzehrende als bedrohliche Suche nach Heilmittel geht los. 

Lustig im Koop, zahnlos im Singleplayer

Letztlich scheitert State of Decay 2 leider am mangelnden Schwierigkeitsgrad und an der fehlenden Story bzw. Motivation. Im Singleplayer Modus kämpfen wir uns durch die Tage - aber wofür? Zwar hält das Spiel nach gut 15-20 Stunden auch ein interessantes End-Game bereit, ich bezweifle aber, dass sich allzu viele Spieler bis dahin überhaupt durchkämpfen. 

Nun bietet State of Decay 2 zum Glück aber auch einen Koop Modus an. Dabei können Spieler beider Plattformen untereinander spielen. So wird der Titel letztlich deutlich interessanter und wirkt etwas, wie H1Z1 oder DayZ sein sollten. 

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