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[2018-05-14 19:56:58] #Id: 15270 | View: 431

Buchmesse Nidderau 2018

Eine Buchmesse, ob regional oder international, informiert über den jeweiligen Buchmarkt. Sie findet meist jährlich statt und bietet Verlagen, Autoren, Journalisten und den allgemein interessierten Bürgern eine Plattform. Das alte Geschäft der Messe, eine Bestellplattform für den Buchhandel zu sein, ist längst überholt und durch die Besuchermesse abgelöst. Verlage und Autoren nutzen sie, um nicht nur die eigenen Publikationen vorzustellen, sondern auch, um mit Lesungen die Neugier auf ein Buch zu steigern.

Genau dies bot die 19te Main-Kinzig-Buchmesse in Nidderau. Am Samstag den 22. April und Sonntag dem 23. April öffnete die regionale Buchmesse von 10 bis 18 Uhr. Bei den Ausstellern und den Besuchern erfreut sie sich seit fast zwei Jahrzehnten großer Beliebtheit. Wer genügend Zeit mitbrachte, entdeckte bei einem Rundgang durch die Bücherwelt viel Neues und Interessantes.

Insgesamt 39 Verlage und Autoren, überwiegend aus der Region, hatten sich angemeldet. Wer immer den Weg in die Willi-Salzmann-Halle fand, war überrascht über die Vielfalt des Bücherangebots. Krimis – regional und historisch – etwa die des Autors Peter Ripper oder des Verlages „Wind und Sterne“, Kinderbücher von der „Edition Pastorplatz“, Biografien, Musik z.B. der Nachdruck des Liederbuches Odenwälder Spinnstubb aus dem Jahr 1929 des Verlages „Saphir im Stahl“.

Geschichte, wie das Buch Hanau 1813 mit vier historischen Texten aus dem Jahr 1813 zur Schlacht vor Hanau, als Napoleon auf der Flucht nach der Völkerschlacht bei Leipzig war. Reisebroschüren und Bildbände vom Vogt Multimedia Verlag. Und natürlich Regionalliteratur, Romane und Kurzgeschichten der Verlage und Autoren wie der Einrich Verlag von Alfred Kühnl, Charles Verlag, Odenwald Verlag und Edition Oberkassel, um nur einige zu nennen.

Es blieben kaum Wünsche offen, denn die Verlage präsentierten zahlreiche Neuerscheinungen und (für Kleinverlage) Bestseller. Für Leseratten und Buchhändler gab es viel zu entdecken.

Sehr attraktiv war auch das Beiprogramm der Main-Kinzig-Buchmesse. In halbstündigem Wechsel fanden Lesungen und Buchpräsentationen in zwei Leseräumen statt. Autoren zum Anfassen, für Autogramme und Fragen jederzeit offen, eine tolle Bereicherung der Buchmesse.

Julia Huneke freute sich sicherlich, dass 39 überwiegend regionale Verlage und Autoren, oft ab der ersten Veranstaltung dabei, ihre Leistungsfähigkeit und Vielseitigkeit unter Beweis stellten. Zwischen den Besuchern und Verlegern entwickelten sich oft Gespräche. Die im Gegensatz zu den großen und überfüllten Buchmessen in Leipzig und Frankfurt herrschende „Intimität“ in Nidderau machte es möglich, nach Herzenslust zu schmökern und stöbern. Auch diese kleine Messe gab Anregungen für all jene, die eine unmittelbare Begegnung mit Büchern schätzen wissen oder gar einen Ideenaustausch fördern. Ihr Anspruch, jedes Jahr aufs Neue, das Buch den Leserinnen und Lesern jeden Alters näher zu bringen, gelang.

Im digitalen Zeitalter der e-books ist der Spaß und die Lust am Lesen und am gedruckten Buch immer noch vorhanden.

Ein Höhepunkt der Buchmesse war die Siegerehrung des Vorlesewettbewerbes der vierten Klassen der Nidderauer Grundschulen. Der Vorlesewettbewerb ist eine schulinterne Veranstaltung in Verbindung mit der Stadt und der Stadtbücherei. Anlässlich der Siegerehrung wurde der Autor Franjo Therhart eingeladen. Er las im Vorfeld im Blauhaus, gegenüber der Willi-Salzmann-Halle, aus seinem Buch „Der Drache, der kein Feuer speien konnte“ vor.

Jährlich findet in den 4. Klassen aller Nidderauer Grundschulen, dieses Jahr am 20. März, der schulinterne Vorlesewettbewerb statt. Die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer stellten ihr Lesegeschick unter Beweis. Aus den Teilnehmern wählte eine unabhängige Jury, bestehend aus Bernd Reuter (MdB a.D.), Lorina Kohl (Stadtverwaltung Nidderau), Henrike Reichhold (Gewinnerin Vorlesewettbewerb 2017), Cornelia Meier (Stadtbücherei Nidderau) und Georgia Lori (Frankfurter Neue Presse) die drei Gewinner. Bürgermeister Gerhard Schultheiß und Simone Patter aus der Stadtbücherei zeichneten die Gewinner aus. Emilia Schroeter belegte den ersten Platz, Max Schneider Platz zwei und Maja Hornung den dritten Platz.

Manch einer mag dazu die Frage stellen, was bringt Lesen eigentlich? Hauptsächlich soll Lesen Spaß und Freude bereiten, spannende Unterhaltung bieten und noch besser, neue Welten eröffnen. Für Kinder ist es wichtig, wenn sie sich in der Erzählung wiederfinden. Dies bezieht sich jedoch nicht nur auf Kinder, Erwachsene sind ebenso angesprochen. Wichtig ist beim Vorlesen und gemeinschaftlichen Lesen die Bindung zwischen den Lesenden, das gemeinsame Erleben. Diese Bindung hilft u.a Sprachstörungen zu überwinden, das Wissen zu erweitern und letztlich selbst zu schreiben.

Aus diesem Grund war die Main-Kinzig-Buchmesse in Nidderau in den letzten 19 Jahren ein wichtiger Treffpunkt für Bücher, Büchermacher und Bücherleser. Für nächstes Jahr zum Jubiläum „20 Jahre Buchmesse“, laufen bereits die Vorbereitungen und man bemüht sich, ein abwechslungsreiches, spannendes, lustiges Buchfest zu veranstalten. {ESc}

[upd. 2018-05-14 20:13:03::31(STr)]

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Buchmesse Nidderau 2018

Eine Buchmesse, ob regional oder international, informiert über den jeweiligen Buchmarkt. Sie findet meist jährlich statt und bietet Verlagen, Autoren, Journalisten und den allgemein interessierten Bürgern eine Plattform. Das alte Geschäft der Messe, eine Bestellplattform für den Buchhandel zu sein, ist längst überholt und durch die Besuchermesse abgelöst. Verlage und Autoren nutzen sie, um nicht nur die eigenen Publikationen vorzustellen, sondern auch, um mit Lesungen die Neugier auf ein Buch zu steigern.

Genau dies bot die 19te Main-Kinzig-Buchmesse in Nidderau. Am Samstag den 22. April und Sonntag dem 23. April öffnete die regionale Buchmesse von 10 bis 18 Uhr. Bei den Ausstellern und den Besuchern erfreut sie sich seit fast zwei Jahrzehnten großer Beliebtheit. Wer genügend Zeit mitbrachte, entdeckte bei einem Rundgang durch die Bücherwelt viel Neues und Interessantes.

Insgesamt 39 Verlage und Autoren, überwiegend aus der Region, hatten sich angemeldet. Wer immer den Weg in die Willi-Salzmann-Halle fand, war überrascht über die Vielfalt des Bücherangebots. Krimis – regional und historisch – etwa die des Autors Peter Ripper oder des Verlages „Wind und Sterne“, Kinderbücher von der „Edition Pastorplatz“, Biografien, Musik z.B. der Nachdruck des Liederbuches Odenwälder Spinnstubb aus dem Jahr 1929 des Verlages „Saphir im Stahl“.

Geschichte, wie das Buch Hanau 1813 mit vier historischen Texten aus dem Jahr 1813 zur Schlacht vor Hanau, als Napoleon auf der Flucht nach der Völkerschlacht bei Leipzig war. Reisebroschüren und Bildbände vom Vogt Multimedia Verlag. Und natürlich Regionalliteratur, Romane und Kurzgeschichten der Verlage und Autoren wie der Einrich Verlag von Alfred Kühnl, Charles Verlag, Odenwald Verlag und Edition Oberkassel, um nur einige zu nennen.

Es blieben kaum Wünsche offen, denn die Verlage präsentierten zahlreiche Neuerscheinungen und (für Kleinverlage) Bestseller. Für Leseratten und Buchhändler gab es viel zu entdecken.

Sehr attraktiv war auch das Beiprogramm der Main-Kinzig-Buchmesse. In halbstündigem Wechsel fanden Lesungen und Buchpräsentationen in zwei Leseräumen statt. Autoren zum Anfassen, für Autogramme und Fragen jederzeit offen, eine tolle Bereicherung der Buchmesse.

Julia Huneke freute sich sicherlich, dass 39 überwiegend regionale Verlage und Autoren, oft ab der ersten Veranstaltung dabei, ihre Leistungsfähigkeit und Vielseitigkeit unter Beweis stellten. Zwischen den Besuchern und Verlegern entwickelten sich oft Gespräche. Die im Gegensatz zu den großen und überfüllten Buchmessen in Leipzig und Frankfurt herrschende „Intimität“ in Nidderau machte es möglich, nach Herzenslust zu schmökern und stöbern. Auch diese kleine Messe gab Anregungen für all jene, die eine unmittelbare Begegnung mit Büchern schätzen wissen oder gar einen Ideenaustausch fördern. Ihr Anspruch, jedes Jahr aufs Neue, das Buch den Leserinnen und Lesern jeden Alters näher zu bringen, gelang.

Im digitalen Zeitalter der e-books ist der Spaß und die Lust am Lesen und am gedruckten Buch immer noch vorhanden.

Ein Höhepunkt der Buchmesse war die Siegerehrung des Vorlesewettbewerbes der vierten Klassen der Nidderauer Grundschulen. Der Vorlesewettbewerb ist eine schulinterne Veranstaltung in Verbindung mit der Stadt und der Stadtbücherei. Anlässlich der Siegerehrung wurde der Autor Franjo Therhart eingeladen. Er las im Vorfeld im Blauhaus, gegenüber der Willi-Salzmann-Halle, aus seinem Buch „Der Drache, der kein Feuer speien konnte“ vor.

Jährlich findet in den 4. Klassen aller Nidderauer Grundschulen, dieses Jahr am 20. März, der schulinterne Vorlesewettbewerb statt. Die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer stellten ihr Lesegeschick unter Beweis. Aus den Teilnehmern wählte eine unabhängige Jury, bestehend aus Bernd Reuter (MdB a.D.), Lorina Kohl (Stadtverwaltung Nidderau), Henrike Reichhold (Gewinnerin Vorlesewettbewerb 2017), Cornelia Meier (Stadtbücherei Nidderau) und Georgia Lori (Frankfurter Neue Presse) die drei Gewinner. Bürgermeister Gerhard Schultheiß und Simone Patter aus der Stadtbücherei zeichneten die Gewinner aus. Emilia Schroeter belegte den ersten Platz, Max Schneider Platz zwei und Maja Hornung den dritten Platz.

Manch einer mag dazu die Frage stellen, was bringt Lesen eigentlich? Hauptsächlich soll Lesen Spaß und Freude bereiten, spannende Unterhaltung bieten und noch besser, neue Welten eröffnen. Für Kinder ist es wichtig, wenn sie sich in der Erzählung wiederfinden. Dies bezieht sich jedoch nicht nur auf Kinder, Erwachsene sind ebenso angesprochen. Wichtig ist beim Vorlesen und gemeinschaftlichen Lesen die Bindung zwischen den Lesenden, das gemeinsame Erleben. Diese Bindung hilft u.a Sprachstörungen zu überwinden, das Wissen zu erweitern und letztlich selbst zu schreiben.

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